Zeitgenössische norwegische Literatur hat im In- und Ausland viele Anhänger gefunden.
Wissenschaftliche Literatur ist die Grundlage der akademischen Welt. Norwegische Veröffentlichungen spiegeln die große Bandbreite der für den akademischen Bereich relevanten Wissenschaftsdisziplinen und Forschungsfelder wider.
Die norwegische Reiseliteratur ist traditionell mit der Entdeckung und Eroberung ungastlicher und schwer zugänglicher Gebiete verbunden.
Norwegische Poesie kann man mehr als tausend Jahre zurückverfolgen bis hin zu den skaldischen Versen des 9. Jahrhunderts. Im Mittelalter wurden üblicherweise Balladen, Stehgreifverse und improvisierte Gedichte, als stev bekannt, verfasst. In Ergänzung zu den Volksmärchen umfassen diese anonymen Werke einen lebendigen Teil der norwegischen Poesie.
Zwischen 1903 und 1928 erhielten drei norwegische Schriftsteller den Literatur-Nobelpreis. Das Werk dieser drei Schriftsteller spielte bei der Schaffung einer Grundlage für die moderne norwegische Literatur eine wichtige Rolle.
Literatur für Kinder und junge Menschen hat sich seit ihrem Entstehen als unabhängiges Genre im 18. Jahrhundert stark weiterentwickelt. Selbst Volkssagen und Märchen waren ursprünglich nicht für Kinder gedacht und wurden erst im Laufe des 19. Jahrhunderts als Literatur für Kinder angesehen.
Norwegen verfügt über eine dynamische Essay-Tradition, die zurückreicht bis zu dem dänisch-norwegischen Schriftsteller Ludvig Holberg (1684-1754).
Norwegens bekanntester Dramatiker ist Henrik Ibsen (1828-1906). Ibsen wird oft als der Vater des modernen Dramas bezeichnet, und man sagt, dass Ibsens Werke die Entwicklung der dramatischen Technik in Europa und den USA revolutioniert haben. Sie sind bis heute populär und werden auf der ganzen Welt aufgeführt.